Dammann-Abschiedsspiel missglückt.
Am Sonntag saß Klaus Dammann schon wieder in der Georg-Scherer-Halle – dieses Mal jedoch als Zuschauer bei den Relegationsspielen der ASV-Reserve „Ich bin ja nicht aus der Welt“, sagte er am Abend zuvor, nachdem er offiziell als Trainer der ersten Volleyball-Männermannschaft verabschiedet worden war. Auch wenn seine aktive Karriere nun beendet ist, verschwindet Dammann nicht von der Bildfläche. „Ich werde mir die Spiele demnächst von der Bar aus anschauen – als größter Fan und größter Kritiker der Mannschaft“, sagte er.
Bis das soweit ist, werden aber noch einige Monate vergehen. Jetzt haben die Volleyballer erst einmal Sommerpause. Die 0:3-Niederlage gegen Mendig hat gezeigt, dass sie die auch dringend nötig haben. „Dass wir uns den Saisonabschluss anders vorgestellt haben, ist klar“, sagte Dammann. In den ersten beiden Sätzen wackelte die Annahme, die Aufschläge kamen kaum, der Angriff war harmlos.
Die Ergebnisse fielen dementsprechend klar aus: Mendig siegte mit 25:19 und 25:17. Im dritten Durchgang stabilisierte sich der ASV ein wenig, doch auch beim 20:25 gab es für die Stadtwäldler nicht viel zu holen. „Jeder wollte dem Klaus einen würdigen Abschied bereiten, aber das ging definitiv in die Hose“, sagte Kapitän Thomas Mersmann, der seine eigene Leistung als „unauffällig“ beschrieb.
Während sich die Spieler nun auf die Volleyballfreie Zeit freuen, wartet auf Abteilungsleitung und Management hinter den Kulissen viel Arbeit. Noch ist offiziell kein Nachfolger für Klaus Dammann gefunden. Die Suche ist nicht allzu einfach, denn es gibt nur wenige Kandidaten in München und Umgebung, die eine nötige A-Lizenz besitzen. Im Gespräch soll der jetzige Co-Trainer Marc Fertig sein. Auch brauchen die Stadtwäldler neben Florian Lillig einen zweiten Zuspieler – ASV-Urgestein Christoph Stelzer jedenfalls hat seine Karriere am Samstag beendet. Vielleicht bietet sich der ehemalige Dachauer Steller Maxi Kaufmann an, der seinen derzeitigen Verein Giesen/Hildesheim definitiv verlassen wird. Trotz Pause wird sich am ASV einiges tun – die Fans dürfen gespannt sein.
Author: Melanie Staudinger erschienen am: 20.04.2010 erschienen in: "Dachauer SZ" |