Volleyball-Zweite verliert zweimal und verpasst in der Relegationsrunde den Aufstieg in die Regionalliga.
Trotz guter Leistung verloren seine Volleyballer aber die Spiele gegen Eltmann und Herrsching.
An Fan-Unterstützung hat es nicht gefehlt. Als die ASV-Zweite am Sonntag zu ihren Relegationsspielen um den Aufstieg in die Regionalliga angetreten ist, waren die Ränge gut gefüllt. Sogar die erste Volleyball-Männermannschaft saß geschlossen auf den Stühlen neben dem Spielfeld. Ausgestattet mit Trommeln und Kanistern, die kurzerhand zu Schlaginstrumenten umfunktioniert wurden, feuerten sie ihre Reserve an. Mit dem Aufstieg sollte es zwar nicht klappen – der gelang der SG Eltmann. Aber schlecht präsentiert haben sich die Jungs um Trainer Peter Pittner nicht. „Natürlich ist es blöd, wenn man zwei Spiele verliert, aber wir haben uns gut dargestellt und gekämpft“, sagte der Coach.
Im Turnier treten drei Mannschaften, die beiden Zweitplatzierten aus den Bayernligen Süd und Nord sowie der Achte aus der Regionalliga Südost, gegeneinander an. Der Beste spielt in der kommenden Saison in der Regionalliga, die beiden anderen in der Bayernliga. Dass der ASV II überhaupt in der Relegation mitgespielt hat, ist ein Erfolg – er stieg erst in der Vorsaison in die Bayernliga auf.
 | Vor gut gefüllten Rängen in der Scherer-Halle hatte ASV-Coach Peter Pittner (oben.) eigentlich gar nicht so viel an seinem Team auszuset- zen. Trotz guter Leistung verloren seine Volleyballer aber die Spiele gegen Eltmann und Herrsching.  |
Gegen die SG Eltmann erwischten die Stadtwäldler keinen guten Start, lagen bald mit 3:7 zurück. Doch sie gaben nicht auf und kämpften sich auf ein 13:14 heran. Am Schluss gewann die SG mit 25:20. Durchgang zwei blieb lange Zeit spannend. Dachau setzte sich mit 25:23 durch, verlor den dritten Satz aber mit 22:25. Danach drehten Pittners Jungs richtig auf und siegten mit 25:14. Der Tiebreak ging mit 15:11 an die SG.
Nach der Partie schnauften so einige Dachauer Spieler erst einmal durch. Für sie war die Niederlage – und dann auch noch nach fünf Sätzen – denkbar schlecht, denn bis zur Partie gegen Herrsching blieb ihnen nur eine halbe Stunde Pause. „So ein Spiel bleibt natürlich in den Köpfen“, sagte Pittner.
Dennoch steckten die Stadtwäldler die Strapazen ganz gut weg und siegten im ersten Satz mit 25:20. Dann aber war die Luft erst einmal weg – Durchgang zwei ging mit 14:25 verloren. Satz drei sollte sich wieder zu einem Marathon entwickeln, den Herrsching – auch aufgrund einiger strittiger Schiedsrichterentscheidungen – mit 28:26 für sich entschied. Für Dachau gab es nun nicht mehr viel zu holen. Im vierten Durchgang verloren sie mit 19:25. Der TSV Herrsching unterlag Eltmann schließlich.
Die jungen Dachauer Spieler jedenfalls hatten trotz der Niederlagen Spaß und zeigten guten Volleyball. Sie sind um eine Erfahrung reicher – und können sich in der kommenden Saison bei Herrsching in der Bayernliga revanchieren.
Author: Melanie Staudinger erschienen am: 21.04.2010 erschienen in: "Dachauer SZ" |