News / Presse >> kompletter Artikel
  05.09.2010
>> Shop
>> Teams
>> News / Presse
Presseartikel
>> Service
>> Freizeit-Volleyball
>> Beach-Volleyball
>> Verein
>> Links
>> Partner
>> Kontakt/Impressum
>> Galerie
Hitflip - die DVD Tauschbörse - DVDs günstig tauschen statt teuer mieten oder kaufen


Ein Rückblick
05.06.2010


Die Zweitliga-Volleyballer des ASV Dachau haben eine schwierige Saison hinter sich: Lange fehlte ihnen die Konstanz, die Spieltage glichen einem ständigen Auf und Ab, am Ende kämpften sie sogar noch gegen den Abstieg. Vor diesem Hintergrund ist Platz sieben ein versöhnlicher. In der Dachauer SZ lassen der  scheidenden Trainer Klaus Dammann, Kapitän Thomas Mersmann, Universalspieler Sebastian Wenninger und Manager Markus Kürzinger die vergangenen neun Monate noch einmal Revue passieren.   


 


SZ: Die Saison ist seit Mitte April  beendet. Geht Ihnen Volleyball schon ab?


Thomas Mersmann: Mir eigentlich noch nicht. Ich genieße die Zeit ohne Volleyball sehr. Man kann seine Wehwehchen auskurieren und hat auch ein bisschen Zeit für sich. Das kommt in der Saison meistens zu kurz. 


Sebastian Wenninger: Für mich ist die Zeit gar nicht so volleyballfrei. Vor einer Woche war ich bei den Uni-Meisterschaften in Estland. Das hat Spaß gemacht, vor allem, weil wir Zweiter geworden sind. Ich freue mich schon wieder auf die Halle, jetzt ist aber erst einmal Beachvolleyball angesagt.


 SZ: Und Sie, Herr Dammann? Bereuen Sie Ihren Rücktritt vom Trainerposten bereits?


Klaus Dammann: Ganz klar nein. Bisher geht mir Volleyball noch nicht ab, ich hatte auch noch gar keine Zeit, dass es mir abgehen könnte. Ich genieße, dass ich keine Verpflichtungen am Abend habe.


SZ: Ihr Abschiedsspiel ist  nicht geglückt. Gegen Mendig hagelte es ein 0:3. Hätten Sie sich das nicht anders vorgestellt?


Dammann: Natürlich habe ich mir erhofft, dass wir dieses Spiel gewinnen. Wir haben am Ende der Saison noch mal ein Hoch bekommen. Wir mussten zwar die Ausfälle von Florian Malescha, Denis Werner und Markus Noack kompensieren. Maxi Krumbholz und die anderen haben ihre Sache gut gemacht, aber im Endeffekt hat die Mannschaft zu viel gewollt und nicht so locker und konzentriert gespielt wie zuvor. Zudem wollte ich noch einmal allen Spielern die Möglichkeit geben, sich daheim zu präsentieren. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt also, auch wenn es im letzten Spiel um nichts mehr ging.


SZ: Sind Sie zufrieden mit der vergangenen Saison?


Dammann: Vor der Saison haben wir uns vorgenommen, einen Platz im oberen Drittel zu erreichen. Vom Potenzial her hätte die Mannschaft unter den besten vier locker mitspielen können. Am Schluss sind wir jedoch im Mittelfeld gelandet, was an sich keine schlechte Platzierung ist. Doch wir mussten am Ende ja noch einmal richtig Gas geben, um das überhaupt zu schaffen. Ich finde, wir haben uns unter Wert verkauft. Das war wirklich schade.


Mersmann: Ich war etwas enttäuscht. Vielleicht sind wir mit zu hohen Erwartungen in die Saison gegangen, weil wir im Jahr davor Zweiter geworden sind. Vielleicht haben wir einfach erwartet, dass wir gleich wieder oben mitspielen. Das hat ja leider nicht geklappt. 


Wenninger: Ich war  mit der  Saison auch nicht zufrieden war. Das liegt  gar nicht so sehr an der Platzierung, sondern eher an unserem Auftreten. In der Vorbereitung haben wir gesehen, wie gut alles laufen könnte. In den Vorbereitungsturnieren haben wir sogar mit den Erstligisten mitgehalten. Aber dann sind uns gleich die ersten Spielen missglückt. Alles ist bergab gegangen. Jeder wusste, dass er es  besser kann, und jeder wollte es auch besser machen, aber es lief trotzdem nicht.


Markus Kürzinger: Aus sportlicher Sicht war die Saison eine Berg- und Talfahrt. Nachdem wir zum Beispiel in Friedrichshafen 0:3 verloren haben, haben wir daheim 3:2 gegen die L.E. Volleys  gewonnen. Da hätte man glauben können, dass  die Jungs wieder mehr Selbstvertrauen haben. Aber gleich an den nächsten beiden Spieltagen haben wir wieder verloren. So ging das die ganze Saison - das ist  unverständlich. Mit der Platzierung können wir schon zufrieden sein, aber es gab Phasen, die nicht so toll waren.


SZ: Welche konkret?


Kürzinger: Ich denke da  an die beiden Derbys gegen Friedberg, an die Niederlagen in Friedrichshafen und daheim gegen Kriftel. Natürlich hatten wir auch richtig gute Spiele, etwa gegen Delitzsch oder gegen Gotha. Wenn ich mir aber das Niveau der Mannschaft so anschaue, hätten wir am Ende besser dastehen müssen. 


SZ: Vor allem im Winter ist es gar nicht gelaufen…


Dammann: Ja, das haben wir verbummelt und wichtige Spiele unnötig abgegeben. 


Mersmann: Wir haben uns selbst in die Bredouille gebracht. Vor allem so um Weihnachten hatten wir eine ganz schlimme Zeit. Wir haben teilweise blöd verloren, die Mannschaft hat weit unter ihren Möglichkeiten gespielt. Zum Glück sind wir in der Liga geblieben. Es hat lange genug gedauert, bis wir das geschafft haben. 


SZ: Wissen Sie jetzt, woran der Einbruch lag? Damals konnte keiner so recht erklären, warum es nicht lief.


Dammann: Ich denke, dass die Vorsaison mit dem überragenden zweiten Platz noch in den Köpfen der Spieler war. Vielleicht dachten manche, dass sie nur aufs Feld gehen müssen und das Gewinnen von alleine funktioniert. Das war halt leider nicht so. Es hat ein bisschen länger gebraucht, bis wir verstanden haben, dass wir in jedem Spiel hart  arbeiten müssen. 


Wenninger: Natürlich sind wir nicht in jedes Spiel gegangen und haben uns gedacht: „Haha, wir sind letztes Jahr Zweiter geworden, der Gegner  weiß das auch, und deshalb hört er auf Volleyball zu spielen.“ Ich denke, es war für uns alle ein bisschen komisch, dass wir auf einmal in der Favoritenrolle waren.  Wenn man als Favorit aufs Feld geht, braucht man eine ganz andere Einstellung. Damit sind wir nicht klar gekommen. Nachdem wir dem Abstieg wieder nahe waren, waren wir wohl wieder in einer gewohnten Rolle. Da lief es plötzlich wieder besser.


Mersmann: An den Fans kann es nicht gelegen haben. Bei uns in der Halle war es immer recht laut. Die Jungs aus der zweiten und dritten Mannschaft haben auf der Tribüne einen super Job gemacht. Es war auch in keiner Halle auswärts so laut wie bei uns daheim.


Wenninger: Ich hoffe, sie werden das nächste Saison auch wieder machen.  


 SZ: Der Tiefpunkt  war wohl das Heimspiel gegen Kriftel im Februar. Danach ging es wieder bergauf. Was war passiert?


Wenninger: Stimmt, das darauffolgende Auswärtsspiel in Gotha war wieder ganz in Ordnung.


Kürzinger: Wir haben 0:3 verloren.


Wenninger: Aber das Spiel war um Klassen besser als das, was wir davor abgeliefert haben. Nach vier, fünf Spielen, in denen wir grottenschlecht gespielt haben, haben wir gesehen, dass wir noch Volleyballspielen können. Nach  Kriftel haben wir Spieler uns zusammengesetzt. Wir haben geklärt, dass es so nicht weitergehen kann und dass wir einige Dinge ändern müssen, um den Abstieg zu verhindern. Das hat sich auch im Training bemerkbar gemacht.


Mersmann: Klaus Dammann hat dann auch das Training umgestellt. Er hat  die harten Trainingsmethoden ausgepackt.


Wenninger: Das fand ich jetzt gar nicht mal so. 


Mersmann: Wir haben doch viel mehr Abwehrtraining gemacht, Linienläufe und Straftraining. 


Wenninger: Wir haben es aber gebraucht, dass wir im Training schon anfangen mussten zu kämpfen. 


Mersmann: Das ist richtig, vorher war das nicht immer so. Da hat man halt den einen oder anderen Ball auch mal reinfallen lassen. Das ging dann nicht mehr.


Wenninger: Das war ja auch das Problem, die Einstellung der Spieler.


Dammann: Nach dem Kriftel-Spiel musste ich  reagieren. Ein härteres Training hätte aber keinen Erfolg gehabt, wenn die Mannschaft nicht mitgezogen hätte. Natürlich kann ich andere Übungen machen, die Frage ist aber immer, wie sie angenommen werden. Die Jungs haben alle an einem Strang gezogen und mitgemacht. Das war sicher ein Punkt, warum die Leistungen wieder besser wurden.


Mersmann: Ich denke, dass jeder Einzelne gesehen hat, dass er jetzt was tun muss. 


Kürzinger: Vielleicht lag das Auf und Ab auch daran, dass wir heuer keinen Spieler hatten, der spielerisch und als Persönlichkeit die Mannschaft in entscheidenden Phasen mitreißen könnte.


SZ: Was nehmen Sie mit in die neue Spielzeit?


Mersmann: Wir müssen aufhören, vermeintlich leichte Gegner zu unterschätzen. Wir sind ganz groß darin, uns auf den Gegner einzustellen und das machen wir leider auch bei schwächeren Mannschaften. Denen passen wir uns zu oft an. Wir müssen einfach unser Spiel souverän durchzuziehen.


Wenninger: Und wir müssen konstant unsere Leistung bringen, und druckvoll Volleyball spielen. 


Kürzinger: Ich glaube, dass die Mannschaft viel gelernt hat heuer. Sie hat gesehen, dass sie, wenn sie keine geschlossene Leistung bringt, gegen jeden verlieren kann. Die meisten Spieler sind noch sehr jung - diese Erfahrung mussten sie einmal sammeln. Wenn die Mannschaft aber eine homogene Leistung abruft, kann sie eine vernünftige und gute Rolle in der Liga spielen.


SZ: Und mit welcher Mannschaft tritt der ASV an? 


Kürzinger: Im Moment hat die Trainersuche Priorität. Jeder Spieler will wissen, wer Trainer wird. Bei den Spielern  haben Armin Dollinger und Florian Malescha den Verein bisher definitiv verlassen. Zuspieler Lucian Jachowicz kommt vom VC Franken zu uns und wird die Mannschaft deutlich verstärken. Letztes Jahr hatten wir ja sehr viele Spieler. Ein oder zweimal hatten wir sogar das „Problem“, dass wir mit mehr als zwölf Spielern antreten hätten können.


Wenninger: Naja,  Korbinian Brückner war fast immer verletzt. 


Kürzinger: Gut, da gehen wir jetzt mal davon aus, dass er nächste Saison nicht immer verletzt sein wird. Mit zwei definitiven Abgängen und einem Zugang ist unsere Ausgangssituation ganz gut. 


 SZ: Und den Spieler, der die Mannschaft mitreißen soll, suchen Sie den auch noch?


 Dammann: Ich weiß nicht, ob wir den unbedingt brauchen. Ich denke, wir haben eine junge Mannschaft mit viel Potenzial. In so eine Rolle kann der ein oder andere sicher hineinwachsen. Der ein oder andere Kandidat müsste nur einmal über seinen Schatten springen (blickt zu Wenninger). 


Wenninger: Vor der Saison hätte ich mir diese Rolle gut vorstellen können. Es ist aber schwer, andere Leute mitzuziehen, wenn die eigene Leistung nicht passt. Für die nächste Saison habe ich mir schon mehr vorgenommen. 


Interview: Melanie Staudinger







Author: Melanie Staudinger
erschienen am: 05.06.2010
erschienen in: "Dachauer SZ"
TERMINE
11.09.2010
Herren/2. Bundesliga 20.00 Uhr - Georg-Scherer-Halle ASV Dachau : VYS Friedrichshafen

18.09.2010
Herren/2. Bundesliga 20.00 Uhr - Georg-Scherer-Halle ASV Dachau : TSV Grafing

DVL Live-Ticker
   Ja, ich will mitfiebern >>
Anzeige